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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 24. August 2026

Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung LinkGravity, angeboten von der Nordility UG (haftungsbeschränkt), Volksdorfer Damm 56a, 22359 Hamburg, Deutschland — Amtsgericht Hamburg, HRB 187685, USt-IdNr. DE369362596, info@nordility.eu („Anbieter").

1. Geltungsbereich

(1) Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von LinkGravity zwischen dem Anbieter und dem Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts, an öffentlich-rechtliche Sondervermögen sowie an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Soweit einzelne Regelungen nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet.

(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

2. Vertragsgegenstand

(1) LinkGravity ist eine Plattform zur Erstellung, Verwaltung und Auswertung von Kurzlinks und Deep Links.

(2) Der geschuldete Leistungsumfang ergibt sich aus dem gebuchten Tarif und der zum Zeitpunkt der Buchung auf der Preisseite dargestellten Leistungsbeschreibung. Funktionen, die dort als „bald verfügbar" gekennzeichnet sind, sind nicht geschuldet.

(3) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Anwendung zur Nutzung über das Internet. Die Beschaffung und Unterhaltung der Internetverbindung sowie der Endgeräte ist Sache des Kunden.

(4) Im kostenlosen Tarif kann der Anbieter auf Zwischenseiten einen Hinweis auf LinkGravity einblenden.

  • Kurzlinks und projektbezogene Sub-Domains
  • Deep-Link-Weiterleitung in mobile Anwendungen, einschließlich verzögerter Zuordnung nach einer Installation
  • QR-Codes
  • Klick- und Kampagnenauswertung (UTM)
  • Webhooks und eine HTTP-Programmierschnittstelle (API)
  • ein Software Development Kit (SDK) zur Einbindung in Anwendungen des Kunden

3. Registrierung, Konto und Nutzer

(1) Die Nutzung setzt ein Konto voraus. Die bei der Registrierung anzugebenden Daten müssen vollständig und zutreffend sein und sind aktuell zu halten.

(2) Der Vertrag über die Nutzung des kostenlosen Tarifs kommt mit der Bestätigung der Registrierung durch den Anbieter zustande. Für kostenpflichtige Tarife gilt Ziffer 5.

(3) Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Der Kunde ist für Handlungen verantwortlich, die über sein Konto vorgenommen werden, es sei denn, er hat den Missbrauch nicht zu vertreten. Ein Verdacht auf unbefugten Zugriff ist unverzüglich mitzuteilen.

(4) Der Kunde kann im Rahmen der Grenzen seines Tarifs weitere Nutzer einladen. Er steht für deren Verhalten wie für eigenes ein.

4. Tarife, Nutzungsgrenzen und Überschreitung

(1) Jeder Tarif ist mit einem monatlichen Kontingent an Klick-Ereignissen, einer Anzahl von Projekten und Nutzern sowie einer Speicherdauer für Auswertungsdaten verbunden. Die geltenden Werte ergeben sich aus der Preisseite.

(2) Bei Überschreitung des monatlichen Kontingents gilt:

AuslastungFolge
ab 80 %Hinweis per E-Mail
ab 100 %Echtzeit-Auswertung und Webhook-Zustellung werden bis zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums ausgesetzt. Klicks werden weiterhin gezählt und gespeichert.
ab 200 % (nur kostenloser Tarif)Zusätzlich werden neu angelegte Links ohne App-Weiterleitung angelegt; sie führen unmittelbar auf die Web-Adresse. Bestehende Links bleiben unverändert.

Weiterleitungen werden wegen Kontingentüberschreitung nicht abgeschaltet. Bestehende Links funktionieren weiter. Das gilt nicht für eine Sperrung nach Ziffer 7. Die Programmierschnittstelle unterliegt einer Zugriffsbegrenzung; deren Umgehung ist unzulässig.

5. Preise und Zahlung — Paddle als Verkäufer

(1) Der Vertrag über den entgeltlichen Bezug kostenpflichtiger Tarife kommt zwischen dem Kunden und der Paddle.com Market Ltd., Judd House, 18–29 Mora Street, London EC1V 8BT, Vereinigtes Königreich, zustande. Paddle tritt als Verkäufer (Merchant of Record) auf, stellt die Rechnung aus, wickelt die Zahlung ab und führt anfallende Steuern ab. Insoweit gelten ergänzend die Bedingungen von Paddle.

(2) Der Anbieter erbringt gegenüber dem Kunden die Leistungen nach diesen Bedingungen. Diese Bedingungen und die Bedingungen von Paddle stehen nebeneinander.

(3) Die Abrechnung erfolgt je nach Auswahl monatlich oder jährlich im Voraus.

(4) Rückerstattungen werden von Paddle nach dessen Bedingungen bearbeitet. Der Anbieter kann eine Rückerstattung befürworten, aber nicht selbst vornehmen.

(5) Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Sie gelten ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Der Kunde kann bis zum Wirksamwerden zum Zeitpunkt der Änderung kündigen; kündigt er nicht, gilt der neue Preis als angenommen. Auf dieses Recht wird in der Mitteilung hingewiesen.

(6) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung und angemessener Nachfrist bis zum Ausgleich sperren. Weiterleitungen bestehender Links bleiben während einer Zahlungssperre bestehen.

Widerrufsrecht für Verbraucher: Da der Kaufvertrag mit Paddle zustande kommt, richtet sich ein etwaiges Widerrufsrecht nach den Bedingungen von Paddle. Paddle informiert Verbraucher hierüber im Bestellvorgang und stellt dort die erforderlichen Angaben bereit.

6. Zulässige Nutzung

(1) Der Kunde ist für die von ihm angelegten Links, deren Ziele und die von ihm übermittelten Daten verantwortlich.

(2) Untersagt ist insbesondere die Nutzung des Dienstes für:

  • Phishing, betrügerische Nachbildungen fremder Angebote oder sonstige Täuschung über die Identität des Zielangebots
  • die Verbreitung von Schadsoftware oder von Inhalten, die zur unbefugten Datenerhebung dienen
  • unerwünschte Massenkommunikation (Spam) und die Verschleierung ihrer Herkunft
  • Inhalte, die gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere Straftatbestände erfüllen, Rechte Dritter verletzen oder gegen den Jugendschutz verstoßen
  • das Ausliefern unterschiedlicher Ziele an Prüfsysteme und an Endnutzer (cloaking)
  • automatisierte Zugriffe, die über die vereinbarten Kontingente hinausgehen oder die Stabilität des Dienstes beeinträchtigen
  • den Weiterverkauf des Dienstes als eigenständigen Kurzlink-Dienst gegenüber Dritten ohne entsprechende Vereinbarung

Der Kunde stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der über LinkGravity erhobenen Endnutzerdaten berechtigt ist und die erforderlichen Hinweise und, soweit erforderlich, Einwilligungen einholt (Ziffer 10 Absatz 2). Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO übermittelt der Kunde nicht über Kampagnenparameter oder Link-Metadaten.

7. Meldung rechtswidriger Inhalte und Sperrung

(1) Rechtswidrige Links können jederzeit an abuse@linkgravity.io gemeldet werden. Die Meldung soll den Kurzlink, den beanstandeten Umstand und eine Begründung enthalten sowie Kontaktdaten der meldenden Person.

(2) Der Anbieter prüft eingehende Meldungen unverzüglich und teilt der meldenden Person sowie dem betroffenen Kunden das Ergebnis mit. Ergibt die Prüfung einen Verstoß, sperrt der Anbieter den betroffenen Link.

(3) Bei offensichtlichen und schwerwiegenden Verstößen — insbesondere Phishing und Schadsoftware — kann der Anbieter einen Link ohne Vorankündigung sperren. Der Kunde wird unverzüglich nachträglich unterrichtet, erhält eine Begründung und Gelegenheit zur Stellungnahme.

(4) In allen übrigen Fällen erfolgt eine Sperrung erst nach Aufforderung zur Beseitigung und angemessener Frist.

(5) Die Sperrung beschränkt sich auf den betroffenen Link, soweit dies zur Beseitigung des Verstoßes ausreicht.

8. Verfügbarkeit, Wartung und Weiterentwicklung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeit ist im Standardangebot nicht geschuldet. Ein Service Level Agreement kann für Enterprise-Kunden gesondert vereinbart werden.

(2) Planbare Wartungsarbeiten kündigt der Anbieter nach Möglichkeit mindestens 48 Stunden vorher an und führt sie soweit möglich in nachfragearmen Zeiten durch. Sicherheitsrelevante Maßnahmen kann der Anbieter unverzüglich durchführen.

(3) Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln. Änderungen, die eine vertraglich geschuldete Funktion wesentlich einschränken oder entfallen lassen, teilt der Anbieter mindestens drei Monate vorher in Textform mit. Der Kunde kann in diesem Fall zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen; im Voraus gezahlte Entgelte werden anteilig erstattet.

(4) Absatz 3 gilt nicht für Funktionen, die unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

9. Rechte an Inhalten und Software

(1) Alle Rechte an LinkGravity, an der zugrundeliegenden Software und an den Kennzeichen des Anbieters verbleiben beim Anbieter.

(2) Der Kunde erhält für die Laufzeit des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares Recht, den Dienst im vereinbarten Umfang zu nutzen. Ein weitergehendes Nutzungsrecht, insbesondere zur Vervielfältigung, Bearbeitung oder Dekompilierung der Software, wird nicht eingeräumt; § 69e UrhG bleibt unberührt.

(3) Für das SDK erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Recht, es in eigene Anwendungen einzubinden und diese zu verbreiten. Eine eigenständige Verbreitung des SDK ist nicht gestattet.

(4) An den vom Kunden eingestellten Inhalten erwirbt der Anbieter keine Rechte. Der Kunde räumt dem Anbieter das zur Leistungserbringung erforderliche, auf die Laufzeit beschränkte Nutzungsrecht ein, insbesondere zur Speicherung, Vervielfältigung und Anzeige.

(5) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Der Anbieter unterrichtet den Kunden unverzüglich über solche Ansprüche und führt ohne dessen Zustimmung keinen Vergleich.

10. Datenschutz

(1) Für Daten, die der Anbieter über den Kunden verarbeitet — Konto, Anmeldungen, Abrechnung, Support — ist der Anbieter Verantwortlicher. Es gilt die Datenschutzerklärung.

(2) Für Daten über Endnutzer, die auf Links des Kunden klicken, ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Bestandteil dieses Vertrags und gilt für alle Tarife.

(3) Daraus folgt: Die datenschutzrechtliche Grundlage für die Erhebung von Klickdaten und eine gegebenenfalls erforderliche Einwilligung der Endnutzer liegen in der Verantwortung des Kunden. Der Anbieter unterstützt ihn nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags.

(4) Die aktuelle Liste der Unterauftragnehmer ist unter linkgravity.io/legal/subprocessors abrufbar.

11. Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht — einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung nach Absatz 2 ist je Schadensfall auf das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Entgelt begrenzt, insgesamt höchstens auf 25.000 Euro. Bei unentgeltlicher Nutzung tritt an die Stelle dieses Betrags ein Höchstbetrag von 500 Euro.

(4) Eine weitergehende Haftung besteht nicht.

(5) Der Anbieter haftet nicht für den Verlust von Daten, soweit der Schaden darauf beruht, dass der Kunde eine zumutbare Sicherung der von ihm eingestellten Daten unterlassen hat.

(6) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

12. Laufzeit und Kündigung

(1) Der kostenlose Tarif läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Frist gekündigt werden.

(2) Kostenpflichtige Tarife laufen über den gebuchten Abrechnungszeitraum und verlängern sich jeweils um denselben Zeitraum, wenn sie nicht bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Die Kündigung ist im Konto möglich.

(3) Nach Wirksamwerden einer Kündigung wird das Konto in den kostenlosen Tarif überführt; dessen Grenzen gelten ab diesem Zeitpunkt.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei einem schwerwiegenden oder wiederholten Verstoß gegen Ziffer 6, bei Zahlungsverzug mit einem nicht unerheblichen Betrag trotz Mahnung und Nachfrist sowie bei dauerhafter erheblicher Überschreitung der Kontingente trotz Aufforderung. Vor einer außerordentlichen Kündigung ist eine Abmahnung mit angemessener Frist erforderlich, es sei denn, sie ist wegen der Schwere des Verstoßes entbehrlich.

(5) Der Kunde kann seine Auswertungsdaten vor Beendigung exportieren. Nach Beendigung löscht der Anbieter die Daten nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags; gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.

(6) Kündigungen bedürfen der Textform; die Kündigung über die Funktion im Konto genügt.

Kurzlinks und Weiterleitungen des Kunden funktionieren nach der Löschung des Kontos nicht mehr. Der Kunde hat dies bei der Planung zu berücksichtigen.

13. Änderungen dieser Bedingungen

(1) Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, wenn dies erforderlich ist, um sie an eine geänderte Rechtslage oder Rechtsprechung, an eine Änderung des Leistungsangebots oder an neue technische Gegebenheiten anzupassen, und die Änderung den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Die Mitteilung benennt die Änderungen und weist auf das Widerspruchsrecht und die Folgen eines Schweigens hin.

(3) Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die Änderung als angenommen. Widerspricht er, kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen; bis dahin gelten die bisherigen Bedingungen fort.

(4) Absatz 1 gilt nicht für Änderungen der Hauptleistungspflichten oder des Entgelts. Für Preisänderungen gilt Ziffer 5 Absatz 5, für Leistungsänderungen Ziffer 8 Absatz 3.

14. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Vorschriften des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht entzogen wird.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Hamburg, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Der Kunde kann Rechte aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters übertragen. Die Zustimmung darf nicht unbillig verweigert werden.

(4) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(5) Die Vertragssprache ist Deutsch. Eine englische Fassung dient allein der Verständigung; im Zweifel ist die deutsche Fassung maßgeblich.